Neuer Bundessprecher kommt aus Luckenwalde
Prof. Dr. Rainer Schlösser wurde gewählt

 

Beierfeld/Sachsen - Die Rotkreuz-Museen Deutschlands haben auf ihrem Bundestreffen am letzten Wochenende in Beierfeld/Sachsen den Leiter der Rotkreuzgeschichtlichen Sammlung Fläming-Spreewald, Herrn Prof. Dr. Rainer Schlösser, zu ihrem neuen Bundessprecher gewählt.


v.l.n.r.: Günter Herold, Prof. Dr. Rainer Schlösser, Uwe Lammel

Zu seinen beiden Stellvertretern wurden die Leiter der Rotkreuz-Museen in Nürnberg, Herr Günter Herold, und in Zittau, Herr Uwe Lammel, gewählt. Herr Schlösser löst den bisherigen Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft, Herrn Hans-Joachim Trümper vom Berliner Rotkreuz-Museum ab, der nach sechs Jahren diese Aufgabe aus beruflichen Gründen in neue Hände gab. Die Rotkreuz-Museen in Deutschland haben sich vor sieben Jahren zu einer Bundesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam die Geschichte des Roten Kreuzes für das DRK und für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten. Zur Zeit gibt es 14 Museen: in Albstadt und Geislingen (Baden-Württemberg), in München, Nürnberg, Hofheim und Regenstauf (Bayern), in Beierfeld und Zittau (Sachsen), in Birkenau (Hessen), in Bad Lippspringe und Essen (Nordrhein-Westfalen), in Berlin, in Pinneberg (Schleswig-Holstein) und schließlich in Luckenwalde.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung standen zwei Vorträge über die Aufgaben und Ziele lokaler Museen und über die Präsentationsmöglichkeiten in kleinen Museen, die sowohl viel Diskussionsstoff als auch Anregungen bei den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ergaben. Eine hervorragende Umsetzung solcher Präsentationsmöglichkeiten konnten sich die Teilnehmer der Tagung an Ort und Stelle im neu gestalteten Rotkreuz-Museum Beierfeld anschauen. Das Museum konnte im vergangenen Jahr ein ganzes Haus beziehen und präsentiert dort nun in sechs Schauräumen die Geschichte des Rotenkreuzes in Beierfeld, in Sachsen und in Deutschland. Besonders erfreulich für den Betrachter sind die vielen originalen Dokumente und Gegenstände aus der Gründerzeit des Roten Kreuzes.

Da das Rotkreuz-Museum Beierfeld an jenem Wochenende gleichzeitig seinen 10-jähriges Bestehen feierte, würdigten einer Festveranstaltung des DRK-Ortsvereins Beierfeld, der Träger des Museums ist, der Bürgermeister der Stadt Grünhain-Beierfeld und der Geschäftsführer des DRK Kreisverbands Aue-Schwarzenberg die Arbeit des Museums. Dabei stellte der Bürgermeister auch die Bedeutung des Museums für die Gemeinde heraus und lobte den ehrenamtlichen Einsatz, den das rote Kreuz in diesem Museum leistet.

Rainer Schlösser, der neue Sprecher der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rotkreuz-Museum, leitet seit sechs Jahren die Rotkreuzgeschichtliche Sammlung Fläming-Spreewald. Seit ihrer Gründung im Jahre 2000 hat sie mit thematischen Ausstellungen zur Rotkreuzgeschichte weit über Luckenwalde hinaus innerhalb und außerhalb des DRK von sich Reden gemacht und auch prominente Rotkreuz-Vertreter nach Luckenwalde gelockt.

Hauptberuflich lehrt Herr Schlösser als Professor für romanische Sprachwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Eines der Ziele für seine dreijährige Amtszeit ist es, das Geschichtsbewusstsein im Deutschen Roten Kreuz, die Identifizierung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter mit ihrem Verband mit Hilfe der Rotkreuz-Museum zu stärken und sich dafür einzusetzen, dass die historischen Erfahrungen von denen die Museumssammlungen Zeugnis ablegen, stärker in die praktische Ausbildung und Arbeit des DRK einfließen.

Das nächste Bundestreffen der Rotkreuz-Museen wird im September 2007 in Luckenwalde stattfinden.


Quelle:

Blickpunkt, Wochenzeitung
für das Land Brandenburg
Blickpunkt Zossen
vom 23. 09. 2006